Flavonoide, Cannabinoide und Terpene in Cannabis – Die Bausteine der Wirkung
Die Cannabispflanze ist weit mehr als nur THC – sie enthält eine komplexe Vielfalt an chemischen Verbindungen, die für ihre einzigartigen Effekte und Aromen verantwortlich sind. Zwei der wichtigsten Stoffgruppen sind die Cannabinoide und Terpene, die gemeinsam mit Flavonoiden das Zusammenspiel und die Wirkung von Cannabis prägen. In diesem Beitrag erfährst du, wie diese Verbindungen zusammenarbeiten und warum sie das Erlebnis von Cannabis so individuell machen.

Titelbild Quelle: cannabinoids-terpene-flavonoide-cannabis-12.png (1200×628)
1. Cannabinoide – Schlüsselmoleküle mit Wirkung und Heilpotential
Cannabinoide sind die zentralen bioaktiven Stoffe in der Cannabispflanze. Sie interagieren mit dem Endocannabinoid-System (ECS) des Menschen, das unter anderem Schlaf, Appetit, Schmerzempfinden und Stimmung reguliert. Die bekanntesten Cannabinoide sind:
- THC (Tetrahydrocannabinol): Das psychoaktive Cannabinoid, das für das „High“ verantwortlich ist. Es wirkt auch medizinisch – z. B. gegen Schmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit.
- CBD (Cannabidiol): Nicht psychoaktiv, beruhigend und entzündungshemmend. Wird häufig bei Angstzuständen, Schmerzen und Schlafproblemen eingesetzt.
- CBG (Cannabigerol) & CBC (Cannabichromen): Weniger bekannte, nicht-psychoaktive Cannabinoide mit entzündungshemmendem Potenzial.
Forscher haben bereits über 100 verschiedene Cannabinoide identifiziert – und immer neue Erkenntnisse erweitern das Wissen über das enorme Heilpotenzial von Cannabis.

Quelle: terpenos-cannabis-tricomas-macrofotografia-2-1.jpg
2. Terpene – Aromastoffe und Verstärker der Cannabis-Wirkung
Terpene sind aromatische Verbindungen, die in vielen Pflanzen vorkommen und für die typischen Gerüche und Aromen verantwortlich sind. In Cannabis beeinflussen sie Geschmack, Duft und sogar die Wirkung. Einige der wichtigsten Terpene sind:
- Myrcen: Erdiger, moschusartiger Duft, wirkt entspannend. Häufig in Indica-dominanten Sorten enthalten.
- Limonen: Zitronig-frisch, stimmungsaufhellend und aktivierend. Besonders in Sativa-Sorten verbreitet.
- Linalool: Blumig, wie Lavendel. Fördert Entspannung, Stressabbau und Schlafqualität.
Das Zusammenspiel von Terpenen und Cannabinoiden erzeugt den sogenannten Entourage-Effekt: Mehrere Pflanzenstoffe wirken gemeinsam stärker und harmonischer als isolierte Einzelsubstanzen.

Quelle: terpènes-présents-dans-les-trichomes.jpeg
3. Flavonoide – Farb- und Schutzstoffe in der Cannabis Pflanze
Flavonoide sind weniger bekannt, aber essenziell für das cannabinoide terpene flavonoide cannabis Zusammenspiel. Sie verleihen den Blüten ihre Farbe, unterstützen Geschmack und wirken antioxidativ. Zu den wichtigsten Flavonoiden zählen:
- Quercetin: Starkes Antioxidans mit entzündungshemmender Wirkung.
- Cannflavin A & B: Cannabis-spezifische Flavonoide mit potenziell schmerzstillender und entzündungshemmender Wirkung.
Wie Cannabinoide und Terpene tragen auch Flavonoide zum Entourage-Effekt bei und verstärken das komplexe Wirkungsprofil von Cannabis.

Quelle: diehanfapotheke.de
Fazit – Flavonoide, Cannabinoide und Terpene
Cannabinoide, Terpene und Flavonoide arbeiten zusammen, um die Wirkung, den Geschmack und das Aroma von Cannabis einzigartig zu machen. Dieses Zusammenspiel beeinflusst, ob ein Strain eher beruhigend, euphorisierend oder aktivierend wirkt. Die Forschung steht noch am Anfang, doch bereits heute zeigt sich: Das Verständnis von cannabinoide terpene flavonoide cannabis ist der Schlüssel, um die vielseitigen Effekte dieser Pflanze wirklich zu begreifen.
Ob zu Genusszwecken oder als Unterstützung für Wohlbefinden – die Kombination dieser Wirkstoffe macht die Cannabispflanze zu einer der faszinierendsten Pflanzen der Natur.
Hat dich das Thema interessiert? Folge unserem Blog, um mehr über Cannabinoide, Terpene und Flavonoide zu erfahren – und bleibe auf dem Laufenden über die neuesten Erkenntnisse rund um die Welt des Cannabis.